5 Tipps rund ums Tapezieren

Eine neue Wandgestaltung verändert das Ambiente eines Raumes sofort. Meist erfolgt das Umstyling mittels Tapeten, denn deren Designvielfalt verspricht ohne viel Aufwand dem Raum eine frische Optik zu verleihen. Doch die Ernüchterung folgt dem anfänglichen Optimismus schnell, denn Tapezieren hat seine Tücken. Nutzen Sie unsere Tipps für ein gutes Gelingen der Umgestaltung Ihrer Räume.

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1. Erforderliches Handwerkszeug bereitstellen

Zum Tapezieren ist keine Anleitung nötig, so erscheint es zumindest, wenn man die Beschreibungen auf den Tapetenrollen liest. Wie steht dort so schön? „Zugeschnittene Tapete einfach in das Kleisterbett drücken“ oder „Tapete nach Anweisung einkleistern und zum Einweichen zusammenfalten“. Upps, was ist damit wohl genau gemeint? Leider steht nirgends vermerkt, wie die Bahnen zuzuschneiden sind oder womit gekleistert wird. Die Kenntnis, welches Handwerkzeug Sie benötigen, setzten die Hersteller der Tapeten voraus.

Hier eine Liste, was Sie vor Beginn der Arbeit zur Hand haben müssen:

  • Tapeziertisch, denn wo sonst können Sie etwas von über 2 Meter Länge zuschneiden und einkleistern
  • Trittleiter, da Sie sonst kaum bis an die Oberkante der Wand gelangen werden
  • Eimer zum Mischen des Kleisters
  • Quast zum Auftragen des Kleisters beziehungsweise Kleisterrolle bei Vliestapeten
  • Wasserwaage, denn wer nach Augenmaß tapeziert, wird sich über das Ergebnis wundern
  • Zollstock/Bandmaß und Bleistift, da Sie Schnittlinien markieren müssen
  • Tapeziermesser und Schere
  • Andrückwalze beziehungsweise weiche Bürste, je nach Oberfläche der Tapete
  • Nahtroller, da sonst die Ränder nicht halten

Hinweis: Ein Quast ist für Papiertapeten erforderlich, die Sie auf dem Tisch mit Kleister bestreichen. Wenn Sie mit Vliestapete tapezieren, kommt eine Kleisterrolle zum Einsatz, da der Kleber auf die Wand aufgetragen wird.

Glatte Tapeten streichen Sie mit einer Bürste fest an die Wand, für Strukturtapeten ist eine Walze aus Moosgummi zu empfehlen.

2. Auf Qualität achten

Die Preisunterschiede für Tapeten sind enorm. Je nach Design und Qualität kostet der Quadratmeter 50 Cent bis 5 Euro. Wenn Sie beim Tapezieren Kosten sparen wollen, verzichten Sie auf angesagte Design, aber nicht auf eine gute Qualität. Entscheiden Sie sich für eine hochwertige Tapete aus kräftigem Papier oder Vlies. Dünne Ware klebt sich schlecht.

Generell ist Vliestapete etwas teurer, dafür lässt sie sich deutlich leichter an die Wand bringen. Der Grund ist, dass Sie beim Tapezieren nach Anleitung auf den Packungen lediglich die Wand einkleistern und die trockene Vliestapete einfach in den Kleister gepresst wird. Das erspart Ihnen ein mühsames Kleistern auf dem Tisch und das Zusammenfalten der Tapete.

Tipp: Wählen Sie bei gleichartigen Tapeten beispielsweise Raufaser die teurere Ware. 

3. Einkauf von Tapete und Kleister

Achten Sie beim Einkauf auf die Längenangaben, die auf den Tapetenrollen verzeichnet ist. Die sogenannte „Eurorolle“, die auch als „Europarolle“ und „metrische Rolle“ bezeichnet wird, hat eine Länge von 10,05 m und eine Breite von 0,53 Metern. Manche Hersteller bieten auch längere Rollen an.

So ermitteln Sie die benötigte Menge:

  • Messen Sie die Raumhöhe
  • Teilen Sie die Länge der Rolle (meist 10,05 m) durch die Raumhöhe.
  • Das ganzzahlige Ergebnis gibt die Anzahl der Bahnen je Rolle an. (Beispiel: 10,05 : 2,35 = 4 Bahnen)
  • Nun messen Sie die Breite der zu tapezierenden Fläche.
  • Teilen Sie diese durch 0,53.
  • Das aufgerundete Ergebnis gibt die Menge der erforderlichen Bahnen an. (Beispiel 15,50 : 0,53 = 30 Bahnen)
  • Teilen Sie die Anzahl der erforderlichen Bahnen durch die ermittelten Bahnen je Rolle.
  • Das aufgerundete Ergebnis gibt die Anzahl der Rollen an, die Sie benötigen ((Beispiel 30 : 4 = 8 Rollen).

Verwenden Sie unbedingt den für die Tapete vom Hersteller empfohlen Kleister. Auf den Packungen steht, für wie viele Quadratmeter eine Packung reicht. Eine Eurorolle hat 5,3 Quadratmeter.

Die im Netz verfügbaren Tools die als Tapezieren Kosten Rechner angepriesen werden, eignen sich selten um den Bedarf an Tapeten und Kleister genau zu ermitteln. Wenn Sie sich für ein kompliziertes Muster entscheiden überlassen Sie den Tapeteneinkauf und das Tapezieren besser einem Fachmann.

4. Den Untergrund sorgfältig vorbereiten

Entfernen Sie alte Tapeten mit Wasser und Tapetenlöser, bevor Sie testen, ob die Wand saugfähig ist. Wasser darf Sie weder stark dunkel färben noch von ihr abperlen. Außerdem muss der Untergrund frei von Löchern, Schrauben, Nägeln und Ähnlichem sein. Entfernen Sie Fremdkörper und verspachteln Sie Vertiefungen mit Gips. Bei einem schwierigen Untergrund bietet es sich an, zunächst mit Malervlies zu tapezieren, auf dem die Tapete sich leichter anbringen lässt.

Fragen Sie einen Experten, wenn die Wand die falsche Beschaffenheit hat beziehungsweise Sie nicht sicher sind, wie Sie tapezieren sollen. Dieser entscheidet vor Ort, welche Maßnahmen erforderlich sind, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.

5. Die eigenen Grenzen kennen

Alleine eine Decke zu tapezieren ist genauso sinnlos wie als Anfänger eine teure Mustertapete korrekt anzubringen. Kontaktieren Sie einen Fachbetrieb statt Zeit und Geld mit einem Unterfangen zu vergeuden, dass nicht gelingen kann. Aber auch erfahrene Heimwerker kommen schnell an ihre Grenzen, wenn Sie unter Zeitdruck arbeiten müssen. Es ist nun mal leider kaum zu schaffen, bei einem Umzug zwei Wohnungen zu renovieren.

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